top of page

Warum Mutterschaft kein Verlust der sexuellen Identität sein sollte

Der Muttertag ist eine Gelegenheit, unsere Mütter zu ehren und uns daran zu erinnern, wie wichtig ihre Rolle in unserem Leben ist. Wir nutzen den Tag heute aber auch, um über ein Thema zu sprechen, das oft vermieden wird - Sexualität und Mutterschaft.

In unserer Gesellschaft wird oft suggeriert, dass Mutterschaft mit einem Verlust der sexuellen Identität einhergeht. Frauen werden oft als entweder als Mütter oder als sexuelle Wesen dargestellt, nicht als beides. Dieses Bild ist aber nicht nur falsch, sondern hat auch negative Auswirkungen auf das Selbstbild vieler Menschen, die ein oder mehrere Kinder geboren haben.


Mutterschaft und Sexualität sind keine entgegengesetzten Pole. Frauen können sowohl Mütter als auch sexuelle Wesen sein. In der Tat kann Mutterschaft dazu führen, dass Frauen ihre Sexualität neu entdecken und auf eine tiefere Ebene erleben.

Während der Schwangerschaft und nach der Geburt können sich die körperlichen Empfindungen einer Frau verändern. Einige Frauen berichten von einer erhöhten sexuellen Empfindlichkeit, während andere Schwierigkeiten haben, sexuell erregt zu werden. Es ist wichtig, diese Veränderungen zu akzeptieren und offen darüber zu sprechen, um eine positive sexuelle Erfahrung zu fördern.


Natürlich ist es wichtig zu beachten, dass Mutterschaft oft mit körperlicher Erschöpfung und Zeitmangel einhergeht. Dies kann es schwierig machen, Zeit für Intimität zu finden. Es ist jedoch wichtig, wenn auch noch so kleine Zeitfenster für sich selbst oder für die Beziehung zu finden, um eine gesunde sexuelle Erfahrung zu fördern.


Mutterschaft kann auch dazu führen, dass Frauen ihre Sexualität auf eine neue Ebene erleben. Durch die Erfahrung der Geburt und die Fürsorge für ein neues Leben können Frauen eine neue Verbindung zu ihrem Körper und ihrer Sexualität herstellen. Durch die enorme Leistung, die der eigene Körper erbracht hat, um ein Kind heranwachsen zu lassen und zu gebären, können viele ihren Körper viel mehr schätzen als vorher. Dieses neue Körperbewusstsein kann sich positiv auf das Selbstbild und damit auch die Sexualität auswirken.


Oft wird auch eine tiefere Verbindung zum Partner aufgebaut, da sie zusammen eine neue Erfahrung teilen, gemeinsam eine Geburt oder Adoption erlebt haben und zusammen Eltern sind. Allerdings ist Elternsein nicht alles, was einen Menschen ausmachen sollte. Du bist auch noch du selbst und du bist auch noch ein Wesen mit sexuellem Verlangen, Wünschen und Bedürfnissen. Nimm dir Zeit für diese Bedürfnisse und wenn es anfangs nur eine halbe Stunde pro Woche ist.


Muttersein heißt nicht, die eigene Sexualität abzulegen, und wir sollten das Recht auf ein erfülltes Sexleben jeder Frau anerkennen, ob sie nun Kinder hat oder nicht.

Indem wir die binäre Vorstellung von Mutterschaft und Sexualität aufbrechen und Frauen ermutigen, ihre Sexualität zu umarmen, können wir eine gesündere und glücklichere Gesellschaft schaffen.


*In diesem Artikel wird meist von Frauen als Müttern gesprochen, dies soll Menschen, die Kinder geboren oder adoptiert haben und sich anders identifizieren, aber nicht ausschließen. Wenn du Verbesserungsvorschläge für die Wortwahl in unseren Blogartikeln hast, melde dich sehr gerne unter info@treat-your-soul.com.


27 Ansichten1 Kommentar

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

1 комментарий


Antje Steidl
Antje Steidl
02 сент. 2023 г.

Mutterschaft ist etwas schönes, neues und etwas, was jedes Mal anders ist, sofern es nicht einmalig bleibt.

Der Körper verändert sich. Manche Frauen mögen diese Veränderungen, manche weniger. Die die die Umstände mögen, sind doch oft reflektierter, selbstbestimmter und selbstbewußter. Durch ihr selbstsicheres Auftreten, wirken sie auch sexy und attraktiv und der Partner wird die Frau meist auch so annehmen und die Veränderungen des Körpers, der Emotionen und des Gefühls als Bereicherung ansehen, denn dieser Zustand ist nur temporär und birgt so manche schöne Überraschung. Die Frau ist empfindlicher, manch eine Frau kommt auch schneller oder ist ganz und gar viel öfter in Erregung., sofern Symptome wie Übelkeit, Unwohlsein oder Sodbrennen, dss Gefühl nicht überlagern.

Fazit ist, wenn sich die…

Лайк
bottom of page